Gebiete des Monats

In unserer Rubrik "Gebiet des Monats" stellen wir Ihnen alle vier Wochen ein neues Naturgebiet zum wandern, radfahren oder Seele-Baumeln-Lassen vor.

August und September ist die Zeit der blühenden Heide – davon hat sich auch das Team des Wilden Schleswig-Holsteins inspirieren lassen. Diesen Monat geht es in das Stiftungsland „Grönauer Heide“, das im Süden Lübecks liegt und an den Flughafen Blankensee grenzt.

Der südliche Teil ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Der nördliche Bereich der Grönauer Heide ist Teil des Nationalen Naturerbes, zu dem bundesweit Bergbaufolgelandschaften und ehemals militärisch genutzte Liegenschaften gehören, die eine große Bedeutung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt in Deutschland haben. Für die Öffentlichkeit ist das Gelände im Norden wegen der unberührten Flora und Fauna sowie Altlasten des Übungsbetriebes von Polizei und Militär normalerweise nicht zugänglich. Einmal jährlich bietet die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein jedoch zusammen mit der Stiftung Grönauer Heide eine geführte Wanderung durch das Gebiet an.

Durch den Südteil der Grönauer Heide führen kleine Trampelpfade, die auf breiten ehemaligen Panzerstraßen münden.

Ginster, Besen- und Glockenheide sowie bunte Trockenrasen mit Heidenelken, Löwenmäulchen, Thymian, Glockenblumen und vielen anderen Wildblumen erfreuen am Rande der Wege das Auge der Besucher. Die weitgehend trockene Landschaft ist von Birken und Buschwerk durchsetzt. Das warme, trockene Klima gefällt auch den vielen Grashüpfern und den Eidechsen, die mit Glück bei einem Sonnenbad beobachtet werden können. Im Gebiet wohnt zudem der Neuntöter, ein seltener Vogel, der als Eigenart sein Futter gerne auf Dornen oder Stacheldraht spießt, um einen Vorrat anzulegen.

Als das Team des Wilden Schleswig-Holsteins unterwegs war, konnte es gleich eine ganze Familie der Neuntöter beobachten. Allerdings bereitet sich der Zugvogel jetzt schon auf seine Rückreise nach Südafrika vor.

Es ist eine Rundwanderung durch die Grönauer Heide, entlang des Blankensees möglich. Die Route kann hier als Karte heruntergeladen werden. Die Streckenlänge beträgt knapp vier Kilometer.

Grönauer Heide
Blick auf den Blankensee

Fotostrecke: Rundwanderung durch die Grönauer Heide am Blankensee entlang.
(ca. 4 km). Als Ausgangspunkt der Wanderung empfiehlt sich der Blankenseer Dorfplatz (Parkmöglichkeit in den Seitenstraßen).

Mit seiner Lage an der dänischen Grenze, kommt beim Stiftungsland Schäferhaus Nord leicht ein wenig Urlaubsgefühl auf. Wenn man dann das rund 248 Hektar große Gebiet der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein betritt, hat es aber scheinbar so gar nichts mit typisch norddeutscher Landschaft gemein: es präsentiert sich eine Weidelandschaft mit Büschen und Bäumen, die den Eindruck einer Savanne erweckt. Nur, dass statt Zebras und Gnus, die Konikpferde und Gallowayrinder der Genossenschaft „Bunde Wischen“ durch die weite Landschaft streifen. Mit etwas Glück sehen die Besucher auch eine echte Besonderheit in diesem Gebiet: den Rothirsch „Sven“ der sich seit nun über zwei Jahren der Rinderherde angeschlossen hat. Da Sven nicht bejagt wird, zeigt er das für Rothirsche normalerweise typische tagaktive Verhalten in der offenen Landschaft.

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz gab es seit dem 18. Jahrhundert keine landwirtschaftliche Nutzung mehr.

Auf den nährstoffarmen, trockenen Sandböden haben sich typische Pflanzengemeinschaften der Magerrasen mit gefährdeten Arten, wie Heidenelke, Ferkelkraut oder Thymian erhalten.

Etwa 22 Libellenarten und 23 Tagfalter profitieren ebenso wie zahlreiche Vögel von den offenen Strukturen der Landschaft. Allein 11 Vogelarten der Roten-Liste, wie Wachtel, Braunkehlchen oder Sumpfohreule, leben im Stiftungsland Schäferhaus Nord.

Das Projekt BlütenMeer2020 der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat mit der Ausbringung von Wildpflanzensaatgut und Pflanzen, wie Heide und Arnika noch mehr Farbe und Vielfalt in die Landschaft gebracht.

Das Stiftungsland Schäferhaus Nord besitzt ein sehr gut ausgebautes Wegenetz. Eie Karte für eine Wanderung finden Sie hier. Wer übernachten möchte, kann in diesem Gebiet eine Nacht unter dem Sternenzelt verbringen.

Das Stiftungsland Schäferhaus Nord beherbergt auf
seinen Trockenrasen Blumen und Schmetterlinge.
Die Wanderwege führen direkt durch die weitläufigen
Weiden der Rinder und Pferde. Hunde müssen daher
unbedingt angeleint werden.
Der Rothirsch "Sven" ist manchmal direkt
vom Wanderweg aus zu beobachten.

Fotostrecke: Rundwanderung durch das Stiftungsland Schäferhaus Nord
(ca. 5 km).

Sommer, Sonne, Strand und Meer - dies ist das Motto des Gebiets des Monats Juli!
Das Stiftungsland Eichholzniederung bei Heiligenhafen besticht durch seinen maritimen Charme und seine Lage an der Ostsee. Ein Wanderweg führt ab der Straße „Am hohen Ufer“ auf die Küste zu und direkt an der Steilküste und den Wilden Weiden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein entlang. Die Wände der Steilhänge sind mit Löchern gespickt, was an einigen Stellen auch gefahrlos vom Wanderweg beobachtet werden kann. Hier brütet eine der größten Uferschwalben-Kolonien in Schleswig-Holstein.

Der Weg entlang der Steilküste ist von bunten Sommerblumen gesäumt, darunter Wiesen-Witwenblume, Wiesen-Bocksbart, Wilde Malve, Flockenblume und viele andere blütenreiche Pflanzen. Ein kleiner Picknickplatz direkt am Stiftungsland lädt zu einer Verweilpause mit Blick über blaues Meer ein.

Diese Karte zeigt einen möglichen, kleinen Rundweg von ca. 2,3 Kilometer.

Wer danach Lust auf mehr wandern mit Ostseefeeling verspürt, kann einen Abstecher zum nicht weit entfernten Stiftungsland „Weißenhäuser Brök“ machen, etwas weiter südlich bei Weißenhaus gelegen. Der Schwerpunkt der Naturschutzarbeit liegt hier auf blütenreiche Magerrasen, an denen sich die Besucher  erfreuen können. Von einer Aussichtsplattform  bietet sich ein toller Blick über das Naturschutzgebiet und den angrenzenden Strand. Der Rundweg führt direkt am  - in der Saison vom DLRG beobachteten – Strand entlang:  die Badesachen sollten also nicht fehlen! Eine Karte mit weiteren Informationen und Wandermöglichkeiten gibt es hier.

Öffentliche Toiletten und Restaurants sind in der Nähe zu finden.

Das Stiftungsland Eichholzniederung grenzt
an die Steilküste der Ostsee.
Das Stiftungsland Weißenhäuser Brök lockt
mit bunten Trockenrasen und der Lage am
Ostseestrand.

Fotostrecke: Wanderung durch das Stiftungsland Eichholzniederung und Weißenhäuser Brök.

Gelbe Moorlilien wiegen sich im frischen Frühsommerwind, leuchtende Mosaikjungfern schwirren lautlos durch die Luft und von überall her zirpt und tiriliert es. Ein Spaziergang durch das Wilde Moor bei Schwabstedt bietet eine wunderbare Auszeit vom Alltag.

Einst wurde aus dieses Moor wie so viele in Schleswig-Holstein, intensiv genutzt, dafür entwässert und Torf abgebaut. Kleine Flächen haben jedoch ihre Ursprünglichkeit erhalten. Seit vielen Jahren engagiert sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein für eine großflächige Wiedervernässung, so dass das einstige Hochmoor mit seinen besonderen Tieren und Pflanzen wieder zum Leben erwacht.

Das Moor ist ein wahres Paradies für Vögel! Kein Wunder also, dass dort mehr als 100 Vogelarten über das Jahr zu beobachten sind. Hierzu zählen auch die bedrohte Bekassine, Kranich, Wiesenweihe, Seeadler sowie Braun- und Blaukehlchen. Mit Glück können die Besucher hier sogar den Eisvogel in den Grabenböschungen entdecken.

Erfreuen können sich die Naturliebhaber im Wilden Moor auch an den farbenfrohen Libellen, die hier zu Hause sind, beispielsweise die Azur-Mosaikjungfer, Frühe Adonislibelle, Gebänderte Prachtlibelle und der Vierfleck.

Einige Wanderwege führen direkt durch das Moor. Dabei lässt sich über diesen besonderen Lebensraum auf dem „Moorlehrpfad“ einiges lernen. Für einen schönen Platz für ein mitgebrachtes Picknick ist ebenfalls gesorgt: auf der Wanderung finden sich bequeme Holzbänke mit Tischen. Ein Aussichtsturm, der am Wanderweg unweit des Moorlehrpfades zu finden ist, lädt zudem ein, den weiten Blick über das Moor zu genießen und in Ruhe die Vogelwelt zu beobachten.

Ein besonderer Blickfang ist das fruchtende Wollgras, dessen Fruchtstände sich wie Zuckerwatte von Mai bis Anfang Juni im Wind wiegen.

Alle wichtigen Informationen hat das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) in einem Flyer zusammengefasst. Eine Karte zeigt zudem die Wanderwege durchs Moor und die unmittelbare Umgebung sowie den Rad-Wanderweg Eider-Treene-Sorge, der am Wilden Moor vorbeiführt.

Der Flyer liegt meist auch vor Ort in kleinen Fächern bei den Infotafeln aus.

Ein Paradies für Vögel, Libellen und Moorfrösche!
Einige Wanderwege führen durch das Hochmoor.
Leuchtend gelbe Moorlilien erfreuen die Besucher.

Fotostrecke: Wanderung durch das Wilde Moor. Einige Wanderwege führen durch das Hochmoor, auch ein Moorlehrpfad.

Im Wonnemonat Mai geht es für unser Gebiet des Monats mal nicht auf Schusters Rappen durch das Stiftungsland: Die Elbmarsch im Kreis Pinneberg nördlich von Hamburg lädt zu einer Radtour am Wasser ein. Auf der rund 35 Kilometer langen Tour geht es vorbei an grünen Deichen mit weißen Schafen sowie dem Stiftungsland Haseldorfer Binnenelbe, das direkt an den naturnahen Ufersäumen der Elbe liegt. Beim Radeln ziehen die satt grünen Marschwiesen an einem vorbei, auf denen zu dieser Jahreszeit Wildgänse, Enten, Kiebitze und Störche anzutreffen sind. Etwas genauer müssen Naturliebhaber hinsehen, wenn sie den in den Röhrichten lebenden Wachtelkönig, die Rohrdommel oder die Bartmeise erspähen wollen.

Ausgangspunkt für die Fahrradtour ist Neuendeich. Von hier geht es zunächst an der Pinnau entlang, über das Sperrwerk Richtung Elbe, der Weg führt an hübschen Häusern mit Reetdach und gepflegten Gärten mit bunten Blumen vorbei. An der Haseldofer Binnenelbe angekommen, geht es über den Deich und dann immer am Deich entlang. Auf dem befestigten Plattenweg lässt es sich hervorragend radeln – nur hin und wieder heißt es absteigen, wenn ein Klapptor zu überwinden ist oder es sich Schafe auf dem Weg bequem gemacht haben.

Auf dem Weg liegt die Carl Zeiss Vogelstation. Mittwochs, donnerstags, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 10 und 16 Uhr kann die emsige Vogelwelt aus den Beobachtungshäuschen bestaunt werden.

Säbelschnäbler, Flussregenpfeiffer und Austernfischer – die Zahl der hier lebenden gefiederten Freunde ist lang. Das Kiebitzfest startet hier am Sonntag, 23. April, um 10 Uhr.

Auf dem Weg zurück nach Neuendeich lohnt sich ein kleiner Abstecher nach Hetlingen, zu einer Rarität! Jedes Jahr Mitte bis Ende April strecken zarte Blumen mit extravagantem Schach-Muster ihre Köpfe in den Frühlingshimmel: die seltene Schachblume ist hier beheimatet. Ihr zu Ehren wird Jahr für Jahr ein Fest gefeiert, in diesem Jahr (2017) am Sonntag, 23. April.

Weiter geht es an Wiesen und Feldern und hübschen Wohnhäusern vorbei bis nach Haseldorf, wo das nächste Highlight dieser Tour wartet: das Elbmarschenhaus. Bei einer kleinen Rast kann sowohl das Außengelände als auch die Ausstellung über Kultur und Natur in den Elbmarschen entdeckt werden. Geöffnet ist das Elbmarschenhaus immer mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 16 Uhr.

Lassen Sie sich von unserer Fotostrecke über unsere Radtour inspirieren. Eine Karte finden Sie hier zum Herunterladen. Wer sich für die Tour ein Fahrrad mieten möchte, wird zum Beispiel beim Fahrradverleih in Neuendeich fündig.

 

 

 

Die Fahrradtour führt zu großen Teilen am und auf
dem Deich entlang.
Die seltenen Schachblumen blühen von Mitte bis
Ende April.

Fotostrecke: Fahrradtour am Stiftungsland Haseldorfer Binnenelbe entlang (etwa 35 km).

Eine der letzten intakten offenen Binnendünen Schleswig-Holsteins ist im Stiftungsland Nordoe zu erleben! Die Binnendünenlandschaft südlich von Itzehoe im Kreis Steinburg wurde im Frühjahr 2014 zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist hier vor allem mit ihrem Projekt „LIFE Aurinia“ zur Rückkehr des Goldenen Scheckenfalters, einem sehr seltenen Tagfalter, aktiv.

Das rund 400 Hektar große Gebiet wurde in der Vergangenheit überwiegend militärisch genutzt, es ist daher nie landwirtschaftlich genutzt worden, also auch nicht gedüngt. So findet sich hier ein bemerkenswerter Artenreichtum: seltene Pflanzen wie der lila blühende Teufelsabbiss oder die leuchtend gelbe Arnika sind hier ebenso zu Hause wie seltene Vögel wie die Heidelerche. Damit die Binnendüne nicht zuwuchert, grasen Rinder, Pferde und Ziegen in dieser halboffenen Weidelandschaft, die robusten Tierrassen auch das ganze Jahr über.

Das Wanderwegenetz in Nordoe ist gut ausgebaut und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die zu jeder Jahreszeit ihren Reiz hat.Teilweise führen die Wege über die Wilden Weiden der Pferde und Rinder.

Zu einem kleinen Picknick laden entlang der Hauptwege zahlreiche Bänke und auch Tische ein.

Im Frühjahr rufen aus den flachen Teichen Kreuzkröten und Knoblauchkröten. Das erste "Froschkonzert" der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein beginnt dieses Jahr ebenfalls in Nordoe.
Im Herbst lohnt sich unbedingt ein erneuter Besuch, denn dann überzieht Heide die Dünen-Landschaft. Das Team vom Wilden Schleswig-Holstein war schon einmal unterwegs und hat die Wege erkundet. Hier kann eine Wanderkarte heruntergeladen werden. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Krebsweg in 25578 Dägeling. 

Fotostrecke: Wanderung im Stiftungsland Nordoe.

Mit beginnendem Frühling zieht es so manchen hinaus in die Weite der Niederungslandschaften und der Moore. Hier lassen sich die ersten Strahlen der Frühlingssonne besonders intensiv genießen. 

Etwa vier Kilometer westlich der Gemeinde Hohn bei Rendsburg, mitten in einer fast 1000 Hektar großen Niederung, liegt das Stiftungsland Hartshoper Moor. Seit die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hier das Hochmoor renaturiert, leben die moortypischen und größtenteils seltenen Arten wieder auf. Vögel wie Kranich und Rohrweihe, Pflanzen wie Wollgras und Moorlilie, Libellen, Schmetterlinge und der Moorfrosch– sie alle sind wieder da und breiten sich aus.

Anfang März an den ersten warmen Tagen zeigen sich mit etwas Glück die zur Laichzeit himmelblauen Moorfroschmännchen.

Ihr rufen klingt wie das Blubbern von Luftblasen, die an die Wasseroberfläche steigen. Aber auch Blaukehlchen, Rohrammern, Lerchen und Goldammern brüten im Gebiet und sind zu beobachten.

Das Team des Wilden Schleswig-Holsteins erkundete das Hartshoper Moor auf zwei kleinen Touren. Die kleine Tour (4 km) verläuft auf Plattenwegen direkt durch das Moor. Die größere Strecke (7 km) beinhaltet im Süden eine kleine Teilstrecke entlang einer schmalen Straße. Die Touren können Sie sich hier als Wanderkarte herunterladen.

Eine Parkmöglichkeit befindet sich am Rande der Straße Schemelsdamm, 24806 Sophienhamm. Weitere Informationen zum Moor finden Sie auch hier im Gebietsflyer.

Fotostrecke: Wanderung im Stiftungsland Hartshoper Moor.

Verschlafen und hügelig liegt das schöne Stiftungsland Hessenstein in der Gemeinde Panker (Kreis Plön). Wo im Sommer die Margeritenwiesen blühen, erstreckt sich im Winter eine still daliegende Landschaft mit grasenden Highland-Rindern, kleinen Teichen und Trampelpfaden.
Die relativ kleinen Robustrinder haben ein imposantes Gehörn, sind aber für ihr ruhiges und sanftes Gemüt bekannt. Spaziergänger können durch Klapptore hindurch direkt über ihre Weide wandern. Da die Tiere ganzjährig draußen leben und nur wenig Menschenkontakt haben, wird trotz aller Sanftmut der Rinder empfohlen, einen gesunden Abstand zu halten um die Tiere nicht zu verunsichern.

Ausgangspunkt für eine Wanderung kann die Wilde Weide am Fresendorfer Weg, 24321 Panker sein (Breiten und Längengrad: 54.312729, 10.564215).

Der Wanderweg führt zunächst über die Weiden, dann zu einem Übernachtungsplatz des Wilden Schleswig-Holsteins und etwas später zu einem Rastplatz mit Sitzbänken an einem Teich. Vorbei entlang eines Waldrandes geht es  zurück zum Ausgangspunkt.

Der kleine, ca 2,5 km lange Rundwanderweg lässt sich leicht mit dem Besuch des Eiszeitmuseums (an der Landstraße 165 zwischen Lütjenburg und Schönberg) und des ausgeschilderte Aussichtsturms Hessenstein im Wald verbinden. Die Route über die Wilde Weide ist in unserer Wanderkarte rot eingezeichnet. Routen zu den Ausflugsorten sind mit einer gelben gestrichelten Linie dargestellt. Insbesondere auf der Rücktour vom Turm "Hessenstein" lässt sich auch einer der alternativen Waldwege wählen, die in der Karte zu sehen sind.

Fotostrecke: Wanderung im Stiftungsland Hessenstein (ca. 2,5 km)

Durch die Gletscher der Eiszeit geformt, erstreckt sich das Eidertal von Kiel bis nach Bordesholm. Es bietet Erholungssuchenden mehrere Wanderwegeabschnitte in einer von Kulturlandschaft und Auenlebensräumen geprägten Umgebung.

Die Wege sind größtenteils gut befestigt und führen oft in unmittelbarer Nähe des Flusses Eider entlang. Während Spaziergänger in Schulensee (Kiel) und Flintbek direkt neben der Eider entlanggehen können, wird der Fluss in Schmalstede von Wilden Weiden gesäumt, auf denen Konikpferde und Robustrinder die Landschaftspflege übernehmen. Im Sommer ist das „Obere Eidertal“ außerdem ein beliebtes Ausflugsziel für im Steuern geübte Kanufahrerinnen und –fahrer.

Wer eine längere Wanderung plant, hat die Möglichkeit im Eidertal unter freien Sternenhimmel zu übernachten.

Wanderroute Reesdorf-Schmalstede

Hinter einer kleinen Bahnunterführung im Eiderweg bei Reesdorf (Breitengrad 54.19661788, Längengrad 10.05070519) liegt mit einem kleinen Sandparkplatz der Ausgangspunkt der Wanderung. Nach überqueren der kleinen Straße führt der Wanderweg Richtung Schmalstede.

Auf diesem Weg befindet sich auch etwas versteckt auf der linken Seite der Übernachtungsplatz. Nach Regen kann der Anfang des Weges etwas matschig sein. Der Naturboden ist aber meist gut befestigt und wird später zum Asphaltweg. Nach dem kleinen Örtchen Schmalstedte geht es wieder über den Eiderweg zurück zum Ausgangspunkt. Auf der Wanderung können neben den Wildtieren des Eidertals auch Koniks, Galloway-Rinder und Heckrinder beobachtet werden. Hier gibt es die Wanderkarte zum Download.

Infos zum Gebiet

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein stellte zusammen mit Ortspolitikern, und Ämtern der Landesregierung vor Ort ein großes Wiedervernässungs- und Beweidungsprojekt auf die Beine.  Rund 300 Hektar, davon 150 ha in öffentlichem und 150 ha in privatem Eigentum umfasst dieses Projekt. Die Vernässung dient der Wiederherstellung der Fließdynamik der Eider und der Entwicklung flussbegleitender natürlicher Lebensräume, wie z.B. Erlenbrüche. Auf rund 400 entstand eine halboffene Weidelandschaft, die von Robustrindern und Konikpferden gepflegt wird.

Die Eider schlängelt sich durch wilde Wiesen.
Koniks und Robustrinder grasen im Eidertal.

Fotostrecke: Wanderung im Eidertal zwischen Reesdorf und Schmalstede
Wanderroutenlänge: ca. 4,5 Kilometer

Hier finden Sie unsere Gebiete des Monats aus 2016 und 2015.