Bienen mögen es wild!

Was summt und brummt im Wilden Schleswig-Holstein?

Die Honigbiene ist vielen Menschen bekannt. Sie ist für ihre fleißige Emsigkeit berüchtigt und sorgt dafür, dass Blüten bestäubt und Honig, Obst und Gemüse geerntet werden kann.
Aber wussten Sie, dass die Honigbiene diese Arbeit der Blütenbestäubung niemals alleine erledigen könnte? Ihre wilden und einheimischen Verwandten, die Wildbienen und Hummeln, sind es, die ihr bei der Bestäubung der Blüten mächtig unter die Flügel greifen.

Die wilden Verwandten der Honigbiene sind ein großes und aktuelles Thema im Lande - denn ist bemerkenswert still in Schleswig-Holsteins Wiesen geworden. Grund für das allmähliche Verstummen des emsigen Summen und Brummens ist, dass in unserem Wiesen und an den Feldrändern immer weniger Wildblumen wachsen. Auf ihrer Suche nach Nahrung kehren die Insekten mit immer weniger Ausbeute heim. Zudem finden sie kaum noch geeignete Wohngelegenheiten.

Wie aber können wir den Bienen helfen?
Hier gibt es eine gute Nachricht: Jeder kann etwas dazu beitragen, die wendigen Wildbienen und behebigen Hummeln zu unterstützen. Das ist auch gar nicht schwer!

Das Geheimnis ist der Mut zu ein bisschen mehr Wildnis. Ein Stück vom wilden Paradies kann schon im eigenen Garten gedeien. Hier gibt es ein paar Tipps, wie Sie "Ihren" Bienen etwas Gutes tun können und zusätzlich lesen Sie hier Wissenswertes über die kleinen Blüten-Helden.

Übrigens: Naturschutzorganisationen sind bereits frühzeitig auf das Problem der Bienen- und Hummeln aufmerksam geworden und haben Hilfsprojekte ins Leben gerufen. So sorgt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein im Projekt Blütenmeer2020 im ganzen Land dafür, dass wilde Blumen in die Wiesen zurückkehren. Im Projekt BienenReich Schleswig-Holstein dreht sich alles um Biene, Hummel und Co - hier gibt es Veranstaltungen, Tipps und Tricks für Bienenfreunde.

Etwa 300 Wildbienen- und etwa 30 heimische
Hummelarten beherbert das Wilde Schleswig-Holstein.

Hilfe für Biene, Hummel & Co.

1) Wildbienen lieben Wicken, Lippenblüter, Glockenblumen und andere Wildblumen sowie Gewürzkräuter.

2) Statt englischem Rasen finden Bienen und Hummeln wildere Ecken mit kleinen Offenbodenstellen viel interessanter.

3) Weniges Düngen, den Verzicht auf Insektengifte sowie selteneres Mähen von Rasen oder Wiese wissen die Insekten sehr zu schätzen.

4) Wird die Wiese häufiger gemäht, sollten die Weg- und Wiesenränder stehen gelassen werden, so bleiben Blüten als Trachtangebot zurück.

5) Mehr als die Hälfte aller Bienenarten nisten im Boden. Sonnige Offenbodenstellen oder Sandhaufen dienen Ihnen als Wohnstätte.

6) Einige Arten besiedeln Totholz. Auch hier schafft ein kleines bisschen Wildnis im Garten Wohnraum für Bienen.

7) Auch abgeschnittene Schilfhalme werden als Wohnraum verwendet, wenn an ihrem Ende ein Knoten liegt. Auf diese Weise können sogar "Insektenhotels" gebastelt werden.

8) Insekten suchen sich auch Schlaf- und Wohnräume in bereits verblüten Pflanzen wie Nachtkerze und Brombeere, die über Winter stehen gelassen werden.

Macht mit beim Bienen-Malwettbewerb!

Wildbienen sind nicht den ganzen Tag damit beschäftigt Honig zu sammeln - ihr Leben sieht ganz schön anders aus als das der Honigbiene. In einem Malwettbewerb für Kinder von 6 bis 11 Jahren sind die kleinen Künstler aufgerufen einzeln, als Gruppe oder Klasse zu malen, wie das Leben einer Wildbiene aussieht. Mit ihrem Werk können sie tolle Preise gewinnen!

 

 

Der Malwettbewerb ist ein Projekt des BienenReichs Schleswig-Holstein. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2016! Alle Infos und die Postadresse finden sich in diesem Infoflyer zum Malwettbewerb.